Taipeh

Die pulsierende Hauptstadt Taiwans

Taipeh ist die mit Abstand größte Stadt der Insel, das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz des Landes. Eine moderne Metropole, die sich in stetigem Wandel befindet. Hochhäuser ragen in den Himmel, nicht weit entfernt ziehen sich baumbestandene Boulevards hin, tauchen kleine Gassen in gemütliche alte Viertel mit Tempeln und Nachtmärkten ein. Moderne Einkaufszentren konkurrieren mit urigen Läden und rund um die Uhr geöffneten Geschäften. Wer Ruhe braucht, startet einen Ausflug in die Umgebung: Im Norden begrenzt der Nationalpark Vangmi9gnshan mit seine erloschenen Vulkankegeln die Stadt, im Süden und Westen der Danshuei-Fluss und im Osten ragen grüne Hügel auf.

 

Gedächtnishalle für Taiwans Demokratie (früher Chiang Kai-shek-Gedächtnishalle)


Die bombastische, 70 m hohe Halle aus weißem Marmor und blauen Ziegeln wurde 1980, fünf Jahre nach dem Tod des Diktators Chiang Kai-shek, eingeweiht. In den unteren Stockwerken ist eine Ausstellung mit Szenen aus seinem Leben zu sehen. Zum Ensemble gehören das im chinesischen Palaststil erbaute Nationale Opernhaus und die Nationale Konzerthalle sowie eine chinesischen Gartenanlage mit Teichen; heute sind der Platz der Freiheit und seine Grünanlagen beliebte Orte der Entspannung. 

 

Präsidentenpalast

 

1919 stellten die Japaner den heutigen Präsidentenpalast mit seinem 60 m hohen Turn als Sitz des Gouverneurs fertig. Die Architekten hatten in Deutschland studiert und orientierten sich an wilhelminischen Vorbildern. Über einen Eingang an der hinteren rechten Ecke gelangt man zur Ausstellung im Erdgeschoss mit Memorabilien Chiang Kai-sheks und folgenden Präsidenten. 

 

Der Longshan-Tempel

 

Der 1738 erbaute Longshan-Tempel befindet sich inmitten des alten Viertels Wanhua. In der zentralen Halle wird die Göttin Guanyin verehrt, in der hinteren Halle neben Mazu viele andere Gottheiten. Hier trifft der Besucher auf eine Temple-Atmosphäre wie aus dem Bilderbuch. Beim Betreten des Haupthofes umgeben einen sogleich dichte Rauchschwaden aus dem großen Bronzekessel, in den die Gläubigen die Räucherstäbchen stecken, und an Festtagen biegen sich die Tische unter den reichen Opfergaben.

 

Der Huaxi Street Nachtmarkt

 

Der Abend beschließt man gerne bei Snacks im überdachten Nachmarkt Huaxi Street. Vor allen Augen werden hier Schlangen gehäutet und als Spezialität in den dahinter liegenden Restaurants serviert – nicht jedermanns Sache!

 

Taipei 101

 

Das Taipei Financial Center, dem bis 2007 mit 508 m welthöchsten Wolkenkratzer und Wahrzeichen der Stadt. Nach der Anzahl der Stockwerke wird es schlicht 101 genannt. Einer sich nach oben verjüngenden Bambusstange gleichend, folgt der Turm den Gesetzen des chinesischen Fengshui. An den Ecken des Gebäudes wachsen stilisierte Drachenköpfe. 

 

Palastmuseum bei Abenddämmerung
Palastmuseum bei Abenddämmerung

Nationales Palastmuseum

 

Das Nationale Palastmuseum zählt zu den bedeutendsten Sammlungen der Welt. Nirgendwo gibt es eine ähnlich umfangreiche und kostbare Ausstellung chinesischer Kunstwerke. Die Exponate stammen aus dem Kaiserpalast in Peking und gelangten nach langer Odyssee 1949 nach Taiwan.