Xi'an

Die historische Hauptstadt des Kaiserreiches

Als Ausgangspunkt der Seidenstraße während der Tang-Dynastie, genoss sie dieselbe wichtige Gleichstellung wie Rom und Konstantinopel. Mehr als 1000 Jahre hielt sie den Sitz des Regierungszentrums für 12 Kaiserzeiten inne. So hinterließ diese Stadt im Laufe seiner langen Geschichte die prächtigsten kulturellen Meisterwerke, wie idyllische Gartenlandschaften, großartige kaiserliche Grabstätten, alte Tempeln und Türme. In der Gegenwart hat sich Xi´an neben seinen Touristenattraktionen nun zu den einer  wichtigsten Industrie- und Wissenschaftszentren Chinas avanciert.

 

Terrakotta-Armee

 

Unbestreitbar zählt die  Terrakotta-Armee zu einer der bedeutendsten archologischen Sensationsfunde des 20. Jahrhunderts. Vielfach wird es auch als 8. Weltwunder bezeichnet. Sie wurde vor mehr als 2200 Jahren unter dem ersten chinesischen Kaiser Qin Shi schon zu seinen jungen Lebzeiten als Bewachung seiner gigantischen Grabstätte aufgestellt. Geschätzte 6000 lebensechte Tonsoldaten, wo keiner dem anderem in seinem Aussehen gleicht, beschützen symbolisch sein Grab. Bis heute wurde ungefähr ein Viertel der gesamten Grabanlage vollständig freigelegt. Die über 1000 ausgegrabene Soldaten und Pferde aus Ton sind restauriert und ihre Gruben überdacht um für Besucher zugänglich zu machen.

 

Wildganspagode

 

Auf dem Gelände des Da Cien Tempel, welcher im Jahre 648 zu Ehren der verstorbenen Mutter von Kaiser Gaozong errichtet worden war, steht dieses einzigartige Wahrzeichen der Stadt. Über eine Gesamtfläche von 32 000 qm erstreckt sich die Anlange.

Namensgebend für die Pagode ist die Legende eines Mönches zu einer Zeit, in der es erlaubt war für Buddhisten Fleisch zu essen. Dieser glaubte, dass Buddha sich selbst in Form einer vom Himmel gefallene Gans für ihn opferte, als es an Nahrung mangelte und habe daher zum Dank das Denkmal erbaut. Verziert mit Buddhastatuen und einer Höhe von 65 m gibt sie einen hervorragenden Aussicht auf die Umgebung. 


Stadtmauer

 

Die größte und besterhaltenste Stadtbefestigung Chinas ist in Xi´an zu finden. Sie umfasst die Altstadt in einem fast 14 km langen rechteckigen Ring und ist seit ihrer Renovierung in den 80ern Jahren vollständig begehbar. Mächtige Tore zu den vier Himmelsrichtungen und unzählige Türme ragen von der Mauer hervor. Ihr jetziges Aussehen erhielt sie 1378 während der Ming-Dynastie, wobei der tatsächliche Baubeginn der Verteidigungsanlage in der Sui-Kaiserzeit im Jahre 582 liegt.  


Stelenwald

 

Darunter ist das Museum in Xi'an mit seiner gewaltigen Ansammlung an Tafeln und Skulpturen aus Stein zu verstehen. Die darauf eingemeißelten Schriftzeichen sollen bis zu den frühen Anfängen der chinesischen Schrift zurückreichen und bilden so die wertvollste Schatzkammer Chinas für Kalligraphie. Ingesamt über 3000 Stelen, angefangen von der Han-Zeit bis Anfang des 20. Jahrhunderts sind dort zu besichtigen.