Der Fluss Yangtze

Der Yangtze ist der längste Fluss Chinas. Mit 6.380 Kilometer, von denen nur 2.800 Kilometer schiffbar sind, ist er auch der längste Fluss Asiens und nach dem Nil und dem Amazonas der drittlängste Strom der Welt. Er entspringt an der Südwestseite des Schneeberges Geladandong, dem Hauptgipfel des Tangula-Gebirges, fließt durch die Provinz Qinghai, das Autonome Gebiet Tibet, die Provinzen Sichuan, Yunnan, Hubei, Hunan, Jiangxi, Anhui und Jiangsu sowie die Stadt Shanghai und mündet dann in das Ostchinesische Meer.

 

Der Yangtze-Fluss ist eine der Wiegen der chinesischen Zivilisation. Er ist eine wichtige Lebensader Chinas. Schon seit Jahrtausenden ist die Landwirtschaft durch die fruchtbaren Böden im Überflutungsbereich des Flusses sehr ausgeprägt. Die Siedlungsdichte ist im Gegensatz zu den kargen Bergdörfern dort sehr hoch. Jeder Quadratmeter wird ausgenutzt. Ferner hatte der Fluss in der Vergangenheit und auch heute noch als Wasserstraße für Handel und Transport sehr große Bedeutung. Die wirtschaftliche Entwicklung hatte natürlich auch sehr positive Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung in diesem Gebiet, wie an unzähligen Tempeln und sehenswerten Kultstättenunschwer zur erkennen ist.